
Angstbefreiung im akuten Fall:
Bewusstes, tiefes Atmen
Das Atmung holt uns aus dem passiven Überlebensmodus heraus und führt uns zurück in unseren Körper – dorthin, wo wir handlungsfähig sind. Wer seinen Atem beobachtet, zentriert und stabilisiert (erdet) sich. Sind wir präsent und anwesend, kann nichts anderes Einfluss nehmen.
Am besten wir bedienen uns der 4-7-8 Atmung: 4 Sekunden durch die Nase einatmen, 7 Sekunden die Luft anhalten, 8 Sekunden durch den Mund mit leicht geöffneten Lippen (wie beim Pfeifen) wieder ausatmen. Das wiederholen wir solange, bis sich die Nerven wieder beruhigen.
Herzkohärenz herstellen
Da sich die meisten negativ aufgeladenen Emotionen im Bereich der Thymusdrüse stauen, ist es jetzt hilfreich, durch das Herz zu atmen. Dadurch öffnet es sich wieder, und der Zugang zu unserer Lebensenergie ist wieder frei.
Liebe fließen lassen
Wenn wir uns jetzt vorstellen, dass vom Herzen aus der ganze Körper mit dieser heilsamen Lebensenergie aus Licht und Liebe geflutet wird, die mit Hilfe unserer Atmung in jede Zelle getragen wird, sorgen wir dafür, dass gestaute, erstarrte Emotionen und festgefahrene Gedanken wieder ins Fließen kommen. Wird Negatives in Bewegung gebracht, wandelt es sich ins Positive. Unsere Schwingungsfrequenz erhöht sich.
Selbstannahme und Akzeptanz
Eine erhöhte Schwingung sorgt von selbst wieder für Selbstannahme und Akzeptanz dessen, was ist. Wir können uns positive Gedanken nicht künstlich aufzwingen.
Abstand nehmen und in die Beobachterposition wechseln
Schlüpfe in die Beobachterposition und entferne Dich damit von der involvierten Rolle, die das ganze durchleben muss. Wenn Dich jemand beleidigt, sage oder denke Dir: "Interessante Sichtweise" und gehe nicht weiter darauf ein. Negative Emotionen haben mehr mit Deinem Gegenüber zu tun als mit Dir. Du musst sie nicht annehmen und Dich dadurch verunsichern lassen. Bleib bei Dir und begleite Dich selbst in Liebe, Fürsorge und mit Mitgefühl.
Beobachte auch Deine Gedanken. Niemand redet so schlecht mit uns wie wir selbst. Schalte das ab!
Eine bewusste Entscheidung treffen und Seelenanteile zurückholen
Jetzt sind wir wieder fähig, neue Entscheidungen zu treffen, indem wir uns sagen:
- „Alles, was ein Teil von mir ist, darf da sein und bleiben. Das bin ich! Ich darf so sein.“
- „Alles, was nicht zu mir gehört, ist bei mir nicht länger willkommen und darf jetzt gehen.“
- „Ich lasse es jetzt bewusst los und schicke es dorthin, wo es hergekommen ist.“
Diese beiden Sätze erlauben verdrängten und abgespaltenen Anteilen, wieder zu uns zurückzukehren, damit wir uns wieder vollständig fühlen können. Das Mangeldenken verschwindet und damit verlässt uns auch die Angst.
Umstrukturierung zulassen, erlauben, dass es uns auch gut gehen und Neues einfließen darf
Es braucht eine Weile, bis der Körper sich an den neuen Zustand gewöhnt.
Am besten, wir schließen mit uns einen Vertrag, in dem wir uns selbst das Versprechen geben, geduldig zu bleiben. Bleiben wir im Vertrauen, bleiben wir auch in der Liebe.
Nachhaltige Angstbefreiung:
1. Problembewusstmachung
- „Welche Themen belasten mich?“
- „Was ist meine größte Angst? Was blockiert mich am meisten im Leben?“
- „Was könnte dahinter steckten? Wo kommt das her?“
2. Sich der Problematik stellen und in sich aufräumen wollen
- „Ich möchte eine Veränderung und bin bereit, dafür den Heilungsweg mit allen Konsequenzen zu gehen.“
3. In die (Selbst-)Annahme gehen, Rücknahme der Macht und Kontrolle
- „Verdrängung ist keine Option mehr. Alles, was ist uns sich zeigt, akzeptiere ich, denn es gibt einen Grund dafür, dass es da ist. Die Botschaft dahinter werde ich noch entschlüsseln.“
4. Eigenverantwortung übernehmen und sich selbst achtsam beobachten
- „Ich weiß, dass ich bei mir nach der Ursache schauen muss, anstatt mich in die Opferrolle zu begeben und das Außen für all mein Leid verantwortlich zu machen. Ich habe die Umstände selbst erschaffen und kann sie darum auch nur selbst lösen. Niemand anderes kann das für mich tun.“
5. Sich hinterfragen, kennenlernen und Kompetenz für sich selbst entwickeln
Wir müssen uns wohlwollend mit unseren Emotionen auseinandersetzen. Sie gehören uns.
- “Warum bist Du da? Wofür stehst Du? Was willst Du mir sagen?“
- „Was möchtest Du für mich erreichen? Was ist das wahre Bedürfnis hinter all Deinem Schmerz?“
Solange wir uns von ihnen terrorisieren und fremdbestimmen lassen, wissen wir nicht, wer wir wirklich sind und was wir wollen. Sobald die verschütteten eigenen Wünsche und Bedürfnisse hinter den Emotionen zum Vorschein treten und uns wieder bewusst werden lassen, was das wahre Problem ist, kann die Wunde versorgt werden (nachbefriedigen, nachinformieren). Wir wissen dann, was wir wollen und was nicht, finden uns in uns wieder, können selbst für uns sorgen, neue Entscheidungen treffen und zielführend an ihrer Erfüllung arbeiten.
6. Negativität an der richtigen Stelle entladen, vergeben und loslassen
Angestaute Emotionen müssen entladen und damit neutralisiert werden. Sich selbst und anderen zu vergeben, was gewesen ist, ist die Grundvoraussetzung dafür, neu anfangen zu können.
Zu vergeben bedeutet aber nicht, Schlimmes schön- oder wegzureden. Es ist ein Selbstbefreiungsakt, der uns durch Wissen, Mitgefühl und Verständnis von einer alten Last und negativen Emotionen befreit, mit denen wir uns bisher nur selbst vergiftet haben. Wir tun es also in erster Linie für uns, nicht für den Gegner. Dieser bemerkt es nur indirekt, profitiert aber auch davon, da alles mit allem verbunden ist. Wir geben zurück, was nicht zu uns gehört.
7. Entspannung zulassen und sich über die Vorstellungskraft neu ausrichten
Wenn der Akt der Entladung und Vergebung vollzogen ist, verlieren wir unsere Wut und damit unsere Angst vor uns selbst. Sind die Blockaden aus dem Weg geräumt, sehen wir wieder klarer, was wirklich ist und sind bereit für Öffnung und weitere Veränderungsschritte.
Wir können schon mal unsere Schöpferkraft nutzen und visualisieren, was unser nächstes Ziel sein soll. Ohne die Angst im Wege zu haben, ist wieder alles möglich. Was wir in der Vorstellung schon sehen können, ist dann auch nicht mehr neu für uns und damit keine Gefahr.
8. Wissenslücken schließen und in eine neue Bewusstheit kommen
Wissen erweitert unser Bewusstsein. Öffnung und Bereitschaft sorgen dafür, dass Neues einfließen und angenommen werden kann. Fehler dürfen gemacht, sollten aber nicht wiederholt werden! Bewusstheit verhindert diese Wiederholungschleifen.
9. Aufarbeiten, was überschrieben oder zurückgeholt werden muss und Integrieren des neuen Ichs im Körper
Führt neues Wissen zu neuen Erkenntnissen, brauchen wir gar nichts zu tun. Das Alte überschreibt sich von selbst. Neue Überzeugungen erschaffen neue Sichtweisen und für uns eine neue Realität. War die Transformation erfolgreich, kehren auch verdrängte Seinsanteile zurück.

Kommentar hinzufügen
Kommentare