
Hilfreiche Methoden aus der Hypnosetherapie
Mit Hypnose können wir sowohl aufdeckend als auch indirekt an der Urwunde arbeiten, um diese zu heilen.
Bei der aufdeckenden Arbeit verändern wir mit dem Klienten zusammen seine Themen im Unterbewusstsein, während bei nicht aufdeckenden Hypnosetherapiemethoden das Überbewusstsein im Namen des Klienten gebeten wird, diese Aufgabe zu übernehmen.
Die aufdeckende, direkte Variante würde ich wählen, wenn der Klient mehr aus dem Kopf als aus dem Bauch heraus seine Entscheidungen trifft und Futter für den Verstand benötigt, um an seine Heilung glauben zu können. Er oder sie möchte dann vielleicht lieber aktiv am Geschehen beteiligt sein, was das Vertrauen in die therapeutische Arbeit stärkt und die Heilung damit unterstützt . Wichtig ist natürlich, dass er oder sie vor Beginn der psychotherapeutischen Arbeit eine gewisse Stabilität besitzt, um sich auch ran zu trauen.
Die verdeckte, indirekte Variante ist für Menschen gedacht, die schon Vertrauen in die spirituelle Ebene aufgebaut haben und keine Erklärungen darüber benötigen, was und wie geheilt wird. Sie können den Prozess an die höhere Instanz in ihnen abgeben.
Aber auch hoch traumatisierte Patienten, die große Angst vor dem Wiedererleben schrecklicher Erfahrungen haben, können sich für die passive Variante entscheiden.
Hier findest Du eine von mir eingesprochene Suggestionshypnose zur Angstbefreiung:
Aufdeckende Hypnoseverfahren:
Innere Kindarbeit
Wir suchen das Gefühl, das die Angst auslöst und folgen ihm bist zum Ursprung seiner Entstehung. Meistens landen wir in der Kindheit an einem Punkt, als das unreife und unbewusste Kind noch seinen Beschützern und allen äußeren Umständen gegenüber hilflos ausgeliefert war.
Aufgrund seines fehlenden Wissens und der mangelnden Lebenserfahrung hat es eine stressige Situationen als lebensbedrohlich eingeschätzt und seine Rolle darin fehlinterpretiert. Meistens betrifft die damals erzeugte Negativität das eigene Selbstbild und damit den Selbstwert.
Durch die Identifikation mit dem kindlichen Teil, der in einer Zeitblase stecken geblieben ist, ist es möglich, die Gefühle von damals noch einmal konkret zu spüren. Die angespannten Nervenbahnen existieren noch und können so lokalisiert werden.
Eilt jetzt der erwachsene Teil, der sich in der Zeit weiterentwickeln konnte, dem kindlichen Teil zu Hilfe, um die Missverständnisse wieder geradezubiegen und ihm das zu geben, was damals gefehlt hat (Halt, Schutz, Sicherheit), können sich diese strapazierten und noch aktiven Nerven wieder beruhigen. Die erstarrten Emotionen lösen sich aus er Schockstarre heraus und fließen ab. Das System wird wieder beweglicher und lebendiger.
Das große Ich heilt das kleine Ich. Das funktioniert aber nur, wenn während des Prozesses ein Identitätswechsel zwischen den beiden Ichs stattfindet. Das kleine Ich (verletztes Kind) muss die Entspannung spüren, das große Ich (Beobachter) bringt sie mit.
Darum Hypnose!
Teilearbeit
Wir arbeiten mit ängstlichen Persönlichkeitsanteilen, die an etwas Altem festhalten (Überzeugung, Verhalten), das uns nicht mehr dienlich ist, etwas unterdrücken oder ablehnen.
Wovor haben diese Teile in uns wirklich Angst? Was fehlt ihnen? Was brauchen sie? Welche Erfahrung liegt dahinter?
Bei dieser Technik werden alle an der Angst beteiligten Anteile nacheinander herausgefiltert: der, der sie auslöst und die, die sie aufrecht erhalten.
Der erste Teil wird ausfindig gemacht, kontaktiert und zur Kooperation gebeten. Da dieser Teil zu uns gehört, will er uns nicht schaden und macht mit.
Wir erfragen:
- Wo kommst Du her? Seit wann gibt es Dich?
- Was tust Du? Was glaubst Du? Woran hälst Du fest?
- Was möchtest Du dadurch erreichen? (= Schutz des Klienten)
Seine Arbeit war wichtig, und dafür wird er gelobt und gewertschätzt. Das öffnet ihn für neue Informationen, die ihm gegeben werden, damit er weiß, dass er das, was er bisher tat, nun nicht mehr tun muss. Hat er das wirklich verstanden, willigt er dazu ein, sich demnächst anders zu verhalten oder ruhig zu bleiben. Wenn nicht, muss er überzeugt werden, bis ihm alles klar ist.
Indirekte, verdeckte Hypnoseverfahren
Yager - Code
Wir nehmen Kontakt mit der höheren Instanz in uns auf und veranlassen sie, in uns aufzuräumen mit falsche Überzeugungen.
Es findet sozusagen ein mentales Update statt. Diese Methode kann sowohl mit oder ohne Hypnoseeinleitung durchgeführt werden.
Im Yager-Code übergeben wir der Höheren Intelligenz in uns das Zepter. Diese Instanz hat auch Zugriff auf alle unbewussten Bereiche und kann gebeten werden, in uns aufzuräumen, ohne, dass wir bewusst daran beteiligt sind. Alle Teile, die am Problem beteiligt sind (aktiv blockierende Teile, indirekt beteiligte Teile, vom Leid profitierende Teile, Fremdanteile etc.), werden auf Anweisung von Zentrum ausfindig gemacht und rekonditioniert.
Der Patient übernimmt dabei die Rolle des Vermittlers zwischen dem neutralen Therapeuten und der höheren Instanz. Er gibt die Fragen und Anweisungen des Therapeuten an „Zentrum“ weiter und wartet einfach nur beobachtend ab, bis Zentrum in Form von Bildern oder
Körperreaktionen zurückmeldet, dass die Anweisungen ausgeführt wurden. Die erfolgreiche Ausführung teilt er dann durch ein Kopfnicken dem Behandler mit, sodass dieser weitere Fragen stellen und neue Anweisungen geben kann.
Auf diese Weise wird ein Teil nach dem anderen abgearbeitet und aufgeräumt.
Die Angst löst sich auf, wenn die Lebensenergie wieder frei fließen kann.
Zentrum
- spürt selbstständig blockierende Persönlichkeitsanteile auf
- lernt sie kennen und verstehen
- akzeptiert sie und dankt ihnen für ihre Arbeit (Überleben sichern)
- informiert sie über die jetzige Situation und alles, was sie wissen müssen
- teilt ihnen mit, dass sie das, was sie bisher getan haben, nicht mehr tun müssen, weil das Überleben nicht mehr gefährdet ist
- rekonditioniert sie damit – sie können loslassen und sich entspannen
Hilfreiche Methode aus dem NLP
Core - Transformation
Aus dem Mangel in die Fülle, aus der Angst zurück ins Urvertrauen!
Wir haben alles, was wir brauchen, schon in uns. Dieser Prozess führt uns an die Quelle in unseren heilen Urzustand, um uns mit dem Gefühl der Vollständigkeit, das wir verloren haben, wieder zu verbinden.
Aus der Sicht des reinen Seins blicken wir aus der Liebe und Sicherheit auf uns und die Welt, nicht aus der Angst.
Wir denken, dass das, was uns nicht gut tut, schlecht für uns ist. Darum lehnen wir Teile, die negative Gefühle in uns auslösen, ab, oder verbieten sie uns.
In Wahrheit wollen diese Teile nur Heilung (Sicherheit, Bindung, Überleben). Die Angst vor ihnen verhindert sie.
Der Core-Transformation-Prozess führt uns vom Mangel zurück in die Fülle und lässt die Fülle den Mangel beheben.
Das erreichen wir, indem wir das Gefühl, das wir am liebsten loswerden wollen, als Eingangstor nutzen, um seinen Entstehungsweg zurück zu verfolgen. Wir fragen den abgelehnten Persönlichkeitsanteil, der
sich negativ fühlt, was er durch dieses Gefühl (Wut, Zorn, Angst, Scham, Schuld ...) für uns erreichen möchte. Seine Antwort wird dafür hergenommen, ihn weiter zu fragen, was er noch durch sein Verhalten erzeugen möchte, wenn das erstrebte Ziel erreicht ist, was ihm noch wichtiger ist. (Was willst Du wirklich?)
So rutschen wir immer tiefer, bis nichts Weiteres mehr erreicht werden kann. Hier ist die Quelle der Glückseligkeit, die alles hat und nichts mehr benötigt (reiner Seinszustand). Ist das Ziel der Quelle erreicht, wird festgestellt, dass das Ziel schon immer in einem war. Es musste nicht irgendwo da draußen gesucht werden.
Nun wird dieser Zustand verinnerlicht und als neue Sicht auf die Welt festgelegt. Es geht von der Quelle nun wieder zurück zum Problem mit dem Unterschied, dass aufgrund der gesammelten Erkenntnisse nun alles Negative aus der gegensätzlichen Perspektive heraus betrachtet und damit transformiert werden kann. Wir als Licht in die Schatten erhellen sie. Wieder am Ausgangspunkt angekommen wird auch das Anfangsproblem in neuem Licht gesehen und kann sich in der Liebe auflösen.
Hilfreiche Methode aus der Körpertherapie
MFT
Die Mentalfeldtechnik bringt Körper, Geist und Seele wieder in Einklang. Ängste können sich auflösen und Anspannungen verschwinden, die oft ursächlich für körperliche Beschwerden sind .
Traumatische Erfahrungen sorgen dafür, dass wir teile in uns abspalten. Je mehr abgespaltene Teile wir in uns haben, zu denen kein bewusster Bezug hergestellt werden kann, desto weniger Verarbeitungsmöglichkeiten haben wir. Fragmente stehen für sich und ergeben keinen zusammenhängenden Sinn.
Bei der Mentalfeldtechnik geht es auch darum, alle Teile, die durch eine traumatische Erfahrung abgespalten wurden, wieder zurück zu integrieren, damit das innere Gleichgewicht und die Denkfähigkeit wiederhergestellt werden kann.
Das geschieht über das Stimulieren bestimmter Meridianpunkte durch sanftes Klopfen bei gleichzeitiger gedanklicher Hinwendung zu den traumatischen Inhalten mit dreiteilig aufgebauten Sätzen, die Vergangenheit (Problembetrachtung) Gegenwart (Akzeptanz) und Zukunft (Zuversicht) miteinander vereinen.
Diese haben immer die gleiche Struktur: “Obwohl ich dieses Problem habe, dass ..., achte ich mich und nehme mich an so wie ich bin und entscheide mich jetzt ...”
Entspannung wird also in die Anspannung gebracht. Festhaltende Emotionen wie Angst lösen sich aus den erstarrten Strukturen heraus, blockierte Gedanken fließen wieder frei.
Tun wir drei Dinge zugleich (im ¾-Takt klopfen, dazu Sätze sprechen und auf bestimmte Körperpunkte konzentrieren), entsteht Flow. Im Flow werden Gedächtnisinhalte verarbeitet, und es entstehen neue Verknüpfungen im Gehirn. Das System sortiert sich. Heilung wird angestoßen.
Hilfreiche Methode aus der Traumatherapie
EMDR
Hiermit wird das Gedankenkreisen unverarbeiteter Themen beendet, indem diesen erlaubt wird, sich nachträglich einer neuen Betrachtungsweise zu unterziehen. Ängste lösen sich auf, wenn das Hadern mit dem Schicksal beendet wird.
EMDR ist eine Traumaverarbeitungsmethode durch wechselseitige Stimulation der beiden gehirnhälften. Kognition und Intuition, Denken und Fühlen werden durch Schwingung zusammengebracht.
Das Ziel von EMDR ist, alles, was noch festhängt, nachträglich in die Verarbeitung zu bringen, damit der Geist wieder frei ist. Das, was in der Gegenwart passiert, soll wieder neutral und angstfrei erlebt werden können, ohne dass die Erfahrungen aus der Vergangenheit die Gegenwart eintrüben und das aktuelle Bild verzerren.
Dafür werden traumatische Inhalte aktiviert und die daran gekoppelte Erregtheit gleichzeitig in die Entspannung gebracht, und zwar so lange, bis eine objektive Neubewertung der erlebten Situation möglich ist.
Sätze wie: "Ich habe es überlebt. Ich habe daraus gelernt. Es darf gewesen sein" zeigen an, dass sich die Sichtweise verändert hat. Verdrängung ist nicht mehr notwendig, um es überleben zu können.
Sobald das passiert ist, werden die Gedanken nicht mehr pausenlos um das Erlebte kreisen, egal wie schlimm es gewesen ist. Das ist eine enorme Entlastung für Betroffene, deren Leben täglich von Negativität überschattet und beeinflusst war. Der Arbeitsspeicher im Gehirn ist wieder frei für neue Denkprozesse, die Anspannung im Körper löst sich durch freigelassene Emotionen. Ängste und Panikattacken als Traumafolgestörung können sich auflösen.
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